Summercamp Tenero

Italienische Schweiz? Sepak-Takraw? Klingt nach einer guten Paarung. Aber wie kommen wir dort hin? Ganz einfach, Josch hat sich grad einen ausgemusterten Lieferwagen gekauft mit dem wir die Reise antreten können. Das Örtchen, in das es gehen soll nennt sich Tenero. Der Ort Tenero liegt im italienisch sprachigen Teil der Schweiz, an der Grenze zu Italien. In dem kleinen und wunderschönen Ort befindet sich das Centro Sportivo di Tenero, ein Sommercamp für Jugendliche mit dem Schwerpunkt Sport. In genau diesem findet das Sepak-Takraw Trainingscamp statt, welches von dem Team Takraw Switzerland organisiert wird.

Nach einer gründlichen Recherche über die örtlichen Begebenheiten mit der Erkenntnis, dass sich die Schweiz mit Italien den See Lago Maggiore teilt und dass das Centro di Sportivo einen Zugang zu diesem hat, steht schnell fest, dass der NFC dort teilnehmen muss. Fünf Leute sind schnell gefunden und die Planung kann beginnen. Erste Hürde ist der Weg in die Schweiz. Zwar haben wir ein Gefährt, nur ist dieses noch nicht bereit für die Reise. Einige Umbauarbeiten, welche sich in täglich 13 Stunden niederschlugen waren von Nöten. Mit dem OK vom TÜV am Abreisetag, konnte die Reise losgehen.

Bei dem Betreten des Lieferwagens wird allen direkt bewusst, dass auch der Weg das Ziel ist. Die tägliche Schinderei von Josch und Tim, welche in Eigenregie den Lieferwagen hergerichtet haben zahlt sich aus. Man kann mit Recht behaupten, dass die Anreise eines der Highlights des Trips war. Dinge wie das Grillen auf einem Autobahnbetriebshof während eines mehrstündigen Staus, der Kampf mit den Kasseler Bergen (2 Gang und 30 km/h…) oder dem weiteren Ausbau des Lieferwagens während der Fahrt waren und sind einfach einmalig.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h (Bergab 100 km/h, alles über 100 km/h war unheimlich…) bahnten wir uns den Weg in die Schweiz. Nach ca. 27 Stunden, unzähligen frisch zubereiteten Kaffee und diversen Nickerchen hatten wir es geschafft. Die Berge bauten sich vor unseren offenen Mündern auf, bis wir in der letzten Etappe im Gotthard Tunnel für 17 km verschwanden. Als wir fast den Glauben verloren hatten jemals wieder aus den Stein Massen heil herauszukommen, spuckten uns die Alpen aus, in eine der schönsten Regionen der Schweiz.

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Angekommen in Tenero brauchten wir nicht lange um das Centro Sportivo zu finden. Dieses hatte wie erwartet, perfekte Bedingungen für eine Woche mit jeder Menge Spaß, Quatsch und hartem Training. Genug zu tun hatten wir allemal. Direkt nach der Ankunft erkundeten einige das Gelände und kehrten mit im Wasser versenkten Scootern zurück, welche uns die gesamte Woche begleiteten, andere entspannten erst einmal bei einem Kaffee. Generell wurde aus NFC Sicht mehr entspannt als hart trainiert. Dies lag zum einem an der für uns viel zu hohen Intensität des Trainings (nach dem ersten Tag konnten wir uns vor Muskelkater kaum bewegen) und zum anderen an der Umgebung. In einem Tal, an einem See bei Sonnenschein mit 26 °C aufzuwachen fühlte sich für uns mehr nach Entspannung an als nach Training in einer Halle.

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Der Lago Maggiore hielt für uns tägliches Schwimmen, mehrstündige Touren mit dem Kanu nach Italien (großer Dank an den legendären Ralle…) und Fliegenfischen in Badehose bereit. Tischtennis, Beach Volleyball, Beach Soccer, Wandertouren und vieles mehr lenkte unser Interesse Weg vom Takraw. Insbesondere ein Sprung aus 12 Metern höhe von der Ponte die Salti (Übersetzt: Brücke der Sprünge) in den eiskalten Fluss Versazca hatte es einigen todesmutigen angetan (Josch & Tim). Takraw kam natürlich trotzdem nicht zu kurz. Diejenigen die keinen akuten Muskelkater hatten nahmen an dem täglichen Training teil, welches mit der Hilfe der Elmshorn Dragons sehr professionell aufgezogen war und uns ein ums andere mal die Augen öffnete.

Das alles fand in großartiger Gesellschaft statt und bereicherte die ohnehin schon tolle Atmosphäre. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Takraw Switzerland. Ihr habt allen eine unvergessliche und tolle Zeit organisiert.

Das Thema Zeit, ist immer so eine Sache. Sie vergeht meistens wenn es schön ist, wie im Fluge und so endete auch unser Aufenthalt in Tenero viel zu früh. Aber mit der Vorfreude auf die Rückreise und jeder Menge toller Erinnerungen an die Zeit im Centro di Sportivo, machten wir uns glücklich und ein wenig müde auf den Heimweg.

 

 

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